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Weitere intelligente Funktionen
Die Kreuzungsfunktion des aktiven Bremsassistenten erkennt auch Querverkehr und Fußgänger, die sich im Gefahrenbereich vor dem Fahrzeug befinden. Bei Fußgängern, die relativ spät in den Gefahrenbereich treten, bremst der Assistent sogar zeitgleich mit der Warnung, um die Geschwindigkeit noch schneller abbauen zu können.
Der aktive Bremsassistent ist in einem Geschwindigkeitsbereich von 7 bis 250 km/h auf fahrende Objekte aktiv und kann von 7 bis 100 km/h auf stehende Objekte reagieren. Unter optimalen Bedingungen kann er damit einen Auffahrunfall auf ein stehendes Fahrzeug oder eine Kollision mit Fußgängern bis zu einer Geschwindigkeit von etwa 65 km/h verhindern. In Stauende-Szenarien ohne Ausweichmöglichkeit wird er automatisch sogar bis zu 90 km/h abbauen können. Kollisionen mit dem Querverkehr kann die Kreuzungsfunktion im Geschwindigkeitsbereich bis etwa 70 km/h erkennen und situationsabhängig vermeiden oder in ihrer Schwere mindern.
Zu den intelligenten Funktionen des Fahrerassistenzpakets zählt weiterhin der Ausweich-Lenk-Assistent. Er kann den Fahrer unterstützen, wenn dieser in einer Gefahrensituation einem Fußgänger ausweichen will, den das Assistenzsystem mittels Radar und Stereo-Multi-Purpose-Kamera detektiert hat. Initiiert der Fahrer durch eine Lenkbewegung ein Ausweichmanöver, unterstützt das System diesen Ausweichwunsch, indem es der Lenkung genau berechnete zusätzliche Lenkmomente aufprägt.
Sie helfen dem Fahrer, dem Fußgänger kontrolliert auszuweichen und erleichtern anschließend das Geradstellen des Fahrzeugs, um so sicher vorbeifahren zu können. „Philosophie des Ausweich-Lenk-Assistenten ist es, den Fahrer merklich zu unterstützen, die Initiative zum Ausweichen muss aber von diesem ausgehen. Denn bei einer automatischen Ausweichbewegung wäre ein vorher unaufmerksamer Fahrer eventuell durch die spontane Lenkradbewegung so überrascht, dass er darauf falsch reagieren könnte und beispielsweise intuitiv versuchen würde, gegenzulenken“, erklärt Mercedes-Benz-Entwickler Clemens Belle.
Ferngesteuertes Parken per Smartphone-App
Durch Steuerung von außen via Smartphone und Bluetooth mit einer App (Android, iOS) erleichtert der „Remote Parkpilot“ das Aus- und Einparken in engen Parklücken und in der Garage. Um das System zu nutzen, muss sich der Fahrer mit seinem Smartphone in einem Bereich von etwa drei Metern um das Fahrzeug befinden. Vor dem Ausparken muss der Fahrer das Auto entriegeln. Danach kann er die Verbindung zu seinem zuvor autorisierten Smartphone herstellen und eines der verfügbaren Ausparkmanöver auswählen. Auch vor dem Einparken wählt er eines der infrage kommenden Parkszenarios – zum Beispiel Quer- oder Längsparken, links oder rechts, vorwärts oder rückwärts.
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Danach kann er das Fahrzeug von außen in Bewegung setzen. Dieses führt das Parkszenario mit Lenken, Bremsen und Richtungswechsel automatisch durch, solange der Fahrer eine Bestätigungsgeste auf dem Smartphone kontinuierlich ausführt. Der Fahrer überwacht den Vorgang von außen und hat weiterhin die gesamte Verantwortung für sein Fahrzeug. Zusätzlich zu den Parkszenarien ist ein Explore-Modus verfügbar, bei dem sich das Fahrzeug – zum Beispiel in Garageneinfahrten – bis zu zehn Meter vorwärts oder rückwärts geradeaus manövrieren lässt und sich dabei an erkannten Hindernissen vorbeitasten kann, ohne diese anzufahren. Der Remote Parkpilot nutzt als technische Voraussetzung die Ultraschallsensoren des Parkpiloten „Parktronic“. Das neu entwickelte System ist in Verbindung mit den Sonderausstattungen Parkpilot mit 360-Grad-Kamera, Keyless-Go-System und Automatikgetriebe erhältlich.
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