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Neue E-Klasse: Der Assistent

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Car-to-X-Kommunikation über Mobilfunk

„Moderne Autos können mit Radar-, Kamera- und Ultraschallsensorik ihre Umgebung erfassen, um die Ecke blicken können sie allerdings nicht. Hier hilft die Car-to-X-Technologie, die Informationen mithilfe intelligenter Kommunikationssysteme an andere Fahrzeuge in größerer Entfernung weitergeben kann und so beispielsweise frühzeitig vor gefährlichen Situationen warnt“, sagt Dieter Seeberger, Entwickler Car2X-basierte Funktionen. Kritische Situationen entstünden so erst gar nicht – etwa durch sich plötzlich ändernde Wettersituationen oder am Straßenrand stehende Pannenfahrzeuge.

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Jedes Fahrzeug mit Car-to-X-Technologie kann nicht nur Gefahrenmeldungen empfangen, sondern auch an andere Verkehrsteilnehmer senden. Eine Aktivität des Fahrers ist nicht notwendig. Die Kommunikation arbeitet im Hintergrund und lenkt den Fahrer nicht vom Verkehrsgeschehen ab. Mercedes-Benz nutzt für die Car-to-X-Kommunikation der neuen E-Klasse den im Fahrzeug integrierten Mobilfunk mit etwa 9 Kilometer Reichweite, da er aufgrund der großen Verbreitung die schnellstmögliche Erschließung der Technologie ermöglicht. Und weil die Serienreife der WLAN-basierten Car-to-X-Kommunikation weiter auf sich warten lässt. Die Kommunikationsdaten werden im Daimler Vehicle Backend aggregiert, plausibilisiert und an andere ausgestattete Fahrzeuge im relevanten Umfeld weitergeleitet. Das System ist dafür ausgelegt, Informationen von sich nähernden Einsatzfahrzeugen, beispielsweise von Polizei oder Feuerwehr zu empfangen, wenn in Zukunft entsprechende Daten von den jeweiligen Betreibern zur Verfügung gestellt werden. Das gefährliche Überhören einer Sirene könnte damit der Vergangenheit angehören. Ebenso befindet sich die Einbindung von anderen Datenquellen in Vorbereitung.

Smartphone statt Autoschlüssel

In der neuen E-Klasse wird man auch das Smartphone als Autoschlüssel mit vielfältigen individuellen Möglichkeiten nutzen können. Es genügt, das Gerät an den Türgriff zu halten, um das Fahrzeug zu entriegeln und gleichzeitig die persönlichen Komfortoptionen einzustellen, wie Sitz- und Spiegelposition oder die bevorzugte Senderwahl zu aktivieren. „Sobald das Smartphone in der Ladeschale abgelegt ist, lässt sich das Fahrzeug per Start-Knopf starten“, erläutert Santiago Pena Brossa, Entwicklung Schließsysteme.

Hinter dem Feature steckt die NFC-Technik (Near Field Communication). NFC bezeichnet einen internationalen Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten per Funk über kurze Distanzen von wenigen Zentimetern. Bisher wird diese Technik vor allem für den Austausch von Daten zwischen zwei elektronischen Geräten wie Smartphones und Tablets genutzt. Dazu müssen diese nahe aneinander gehalten werden. Eine besondere Anmeldeprozedur ist nicht notwendig, um diese Geräte miteinander zu verbinden. Die notwendige räumliche Nähe verhindert Fehler beim Zuweisen der Paare und sorgt für Sicherheit. Mercedes-Benz nutzt eine NFC-Schnittstelle in der Nähe des Griffs der Fahrertür. Ist das eigene Smartphone NFC-fähig und mit einer Secure-SIM ausgestattet, kann es als Fahrberechtigungssystem genutzt werden. Zuvor ist jedoch die Registrierung und Einrichtung eines Kontos über Mercedes connect me notwendig.

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