Suchen

Wirtschaft Opensynergy, Google und Qualcomm arbeiten an Automotive Betriebssystem

| Redakteur: Lena Bromberger

Opensynergy arbeitet mit Google und Qualcomm an einem System on Chip, das verschiedene Hardware-Systeme mit Rechenleistung bedienen kann. Android Automotive soll OEM-eigene Software ablösen.

Firmen zum Thema

Software, z. B. für Infotainment-Systeme, soll künftig auf einem zentralen Betriebssystem laufen.
Software, z. B. für Infotainment-Systeme, soll künftig auf einem zentralen Betriebssystem laufen.
(Bild: Volvo)

Das Berliner Unternehmen Opensynergy arbeitet zusammen mit Google und Qualcomm an einer Referenzplattform für ein Automotive-Betriebssystem. Auf dieser Plattform wird eine virtualisiertes Android Automotive-Betriebssystem auf OpenSynergys Hypervisor SDK und Qualcomms System on Chip (SoC) ausgeführt.

Hintergrund ist ein laut Opensynergy zunehmender Trend unterschiedliche Hardware-Systeme – z. B. Kombiinstrumente, Infotainment oder Head-up-Display – mit unterschiedlichen Anforderungen an die funktionale Sicherheit auf einem einzigen SoC laufen zu lassen. Google greife diesen Trend auf und virtualisiert für diesen Zweck das Android Automotive OS (Operating System). Dafür nutzt und erweitert Google den Virtualisierungsstandard Virtio. Die Virtualisierung soll es ermöglichen, dass mehrere Betriebssysteme („Gäste“) mit unterschiedlichen Kritikalitätsanforderungen gemeinsam dieselbe Hardware („Host“) nutzen können und auf derselben Hostsoftware („Hypervisor“) ausgeführt werden.

„Zeit, proprietäre Lösungen aufzugeben“

Bei Android Automotive OS handelt es sich um eine Open-Source-Android-Plattform von Google. Das amerikanische Unternehmen möchte mit verschiedenen Fahrzeugherstellern Android Automotive OS für Infotainment-Systeme etablieren. Regis Adjamah, CEO von Opensynergy, sagt: „Wir treiben die Einführung offener Standards mit großem Engagement voran und investieren in die Weiterentwicklung von Open-Source-Software, weil wir glauben, dass es für die Automobilindustrie an der Zeit ist, proprietäre Lösungen aufzugeben, offene Standards anzunehmen und bei der Qualität der Implementierung dieser Standards zu konkurrieren.“

(ID:46688006)