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Premiere Ford Kuga: Aufbruch in die Zukunft

| Autor/ Redakteur: ampnet/sp-x / Svenja Gelowicz

Ford-Fans dürfen sich freuen: Mit dem neuen Kuga hat der Autohersteller ein schickes SUV auf dem Plan, das gleich mit drei Hybrid-Antrieben vorfährt. Allerdings dauert es noch rund ein Jahr, bis der Hochbeiner zum Händler rollt.

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Der neue Kuga ist das erste SUV-Modell von Ford, das auf der für den weltweiten Einsatz konzipierten C2-Fahrzeugarchitektur basiert, auf der auch der aktuelle Ford Focus rollt.
Der neue Kuga ist das erste SUV-Modell von Ford, das auf der für den weltweiten Einsatz konzipierten C2-Fahrzeugarchitektur basiert, auf der auch der aktuelle Ford Focus rollt.
(Bild: Ford)

Ford präsentierte gestern (2. April) in Amsterdam die dritte Kuga-Generation. Den ersten Kuga hat Ford nur vier Jahre lang gebaut, Nummer zwei startet dagegen gerade ins siebte und damit traditionell letzte Jahr. Unüblich: Rund zwölf Monate vor dem Marktstart hat Ford jetzt schon den Nachfolger vorgestellt.

Das kompakte SUV wird nicht nur mit Verbrennungsmotoren, sondern als erster Ford in Europa mit drei Hybrid-Antriebs-Technologien auf den Markt kommen: als Plug-in-Hybrid, als Eco-Blue-Hybrid (Mild-Hybrid) und als Hybrid (Voll-Hybrid). Ford traut dem elektrifizierten Kuga viel zu. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich nach der Markteinführung im Frühjahr 2020 rund 40 Prozent der europäischen Käufer für eine der elektrifizierten Versionen entscheiden werden.

Die Vorstellung fand statt im Rahmen einer „Go Further“-Veranstaltung, in der Ford Europa das vierte Jahr nacheinander die Produktstrategie des Unternehmens vorstellt. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf elektrifizierten Pkws und Nutzfahrzeugen, darunter auch ein Ford Fiesta mit Voll- oder Mild-Hybrid-Antrieb. Das Modell des Tages in Amsterdam war aber der neue Kuga, vom Ford seit dem Debut 2008 bisher mehr als eine Million Fahrzeuge absetzen konnte.

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Inzwischen zählt der Kuga zusammen mit dem Ford Fiesta und dem Ford Focus zu den drei bestverkauften Baureihen der Marke in Europa. Im vergangenen Jahr lieferte Ford 153.800 Kuga aus, 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Den Weg soll der Neue fortsetzen.

90 Kilogramm leichter: Ford Kuga steht auf C2-Architektur

Der neue Kuga ist das erste SUV-Modell von Ford, das auf der für den weltweiten Einsatz konzipierten C2-Fahrzeugarchitektur basiert, auf der auch der aktuelle Ford Focus rollt. Sie ermöglicht eine Gewichtseinsparung von bis zu 90 Kilogramm und zeichnet sich durch eine rund zehn Prozent verwindungssteifere Fahrzeugstruktur aus, was sich auf Crash-Sicherheit und Fahrdynamik positiv auswirkt.

Der Kuga ist 44 Millimeter breiter und 89 Millimeter länger als der Vorgänger. Der Radstand wuchs um 20 Millimeter auf 2.710 Millimeter. Die Schulterfreiheit gewann vorn 43 Millimeter hinzu, die Beckenfreiheit der vorderen Sitze um 57 Millimeter. Die hinten Sitzenden profitieren von 20 Millimetern mehr Schulterfreiheit und 36 Millimetern im Beckenbereich. Und obwohl die Gesamthöhe des Kuga 20 Millimeter flacher ausfällt, dürfen sich die vorn Sitzenden über 13 Millimeter mehr Kopffreiheit freuen, die hinten sogar über 35 Millimeter. Die neue Plattform mit verlängertem Radstand, der tiefer gestreckten Motorhaube, der flacher geneigten Windschutzscheibe und der niedrigeren Dachlinie führt zu einer Silhouette, die leichter wirkt und mehr Selbstbewusstsein ausstrahlt.

Ford Kuga gibt es als „ST-Line“, „Titanium“ und „Vignale“

Um die Ausstrahlung geht es auch bei den ebenfalls neu gestalteten Innenräumen mit eigenständigen Ausstattungsumfängen: „ST-Line“, „Titanium“ und „Vignale“. Die ST-Line lässt sich von den Performance-Modellen beeinflussen, gibt sich also betont sportlich, zum Beispiel mit Sportsitzen, Doppelauspuff und maximal 20 Zoll großen Rädern. Der Titanium soll technologische Kompetenz und Komfort unterstreichen. Der Vigniale steht für Luxus und Exklusivität, zum Beispiel mit Lederausstattung.

Erstmals aber optional kommen die Passagiere in den Genuss von beheizbaren äußeren Rücksitzen. Die gesamte zweite Reihe ist verschiebbar. So ergibt sich wahlweise eine Kniefreiheit, die mit 124 Millimetern einen Spitzenwert darstellt oder ein zusätzliches Kofferraumvolumen von 67 Litern. Per Auslösemechanismus lassen sich die hinteren Sitze zudem zu einem ebenen Ladeboden umklappen.

Drei Hybrid-Antriebs-Versionen

Technisch soll nun der Kuga exemplarisch zeigen, was Ford in Zukunft bei der Elektrifizierung seiner Fahrzeuge bieten kann. Denn der Kuga ist das erste Modell, in dem drei Hybridantrieb-Versionen angeboten werden.

  • Version 1 – Der Kuga Plug-in-Hybrid: Den Anfang macht bereits zur Markteinführung der Kuga mit Plug-in-Hybrid-Technologie. Das System besteht aus einem 2,5 Liter großen Vierzylinder-Benziner, der nach dem Atkinson-Prinzip arbeitet sowie einem elektrischen Generatormotor und einer Lithiumionen-Batterie mit 14,4 Kilowattstunden (kWh) Kapazität. Gemeinsam entwickeln sie eine Systemleistung von 225 PS (166 kW). Rein elektrisch kann der Plug-in rund 50 Kilometer zurücklegen. Ford rechnet nach der dafür vorgesehenen NEFZ-Formel einen Kraftstoffverbrauch von 1,2 Liter/100 km und Kohlendioxidemissionen (CO2) von 29 Gramm pro Kilometer.
  • Das Laden der Batterie kann auf zweierlei Art geschehen: per Kabel über den Anschluss im vorderen Stoßfänger oder während der Fahrt durch das Rekuperieren von kinetischer Energie. An der 230-Volt-Steckdose benötigt der Kuga Plug-in-Hybrid rund vier Stunden, bis die Batterie komplett aufgeladen ist.
  • Während der Fahrt stehen für das Elektrosystem vier Programme bereit: EV Auto, EV Now, EV Later und EV Charge. Ist die Batterieladung so gut wie aufgebraucht, wechselt der Kuga automatisch in den EV Auto-Modus. Dann übernimmt wieder der Benzinmotor, der Energie für die Batterie abzweigt.
  • Version 2 – Der Kuga Eco-Blue Mild-Hybrid: Die Mild-Hybrid-Version des Kuga nutzt das Zusammenspiel eines 150 PS (110 kW) starken Eco-Blue-Hybrid-Turbodiesels (2,0 Liter Hubraum) mit einem von einem Zahnriemen angetriebenen Starter-Generator (Belt-driven Integrated Starter/Generator, BISG). Anstelle der herkömmlichen Lichtmaschine ermöglicht der BISG das Rückgewinnen und Speichern kinetischer Energie in einem luftgekühlten 48 Volt-Lithiumionen-Batteriepack, sobald der Wagen langsamer wird. Der BISG unterstützt den Turbodiesel bei geringeren Drehzahlen als Elektromotor mit zusätzlichem Drehmoment.
  • Das 48-Volt-System erweitert zudem die Einsatzmöglichkeiten des serienmäßigen automatischen Start-Stopp-Systems, was ebenfalls den durchschnittlichen Verbrauch und damit die Abgasemissionen senkt, die – so erste Berechnungen – bei 5,0 Liter/100 km und bei 132 g/km CO2 liegen werden.
  • Version 3 – Der Kuga Voll-Hybrid: Der Kuga Hybrid wird Ende 2020 das Angebot an elektrifizierten Antrieben für diese Baureihe mit einem Voll-Hybrid-Antrieb abrunden. Wie beim Plug-in-Hybrid kommt auch hier der 2,5 Liter große Benziner inklusive elektrischem Motorgenerator und Lithiumionen-Batterie zum Einsatz. Die Kraftübertragung übernimmt – ebenso wie bei der Modellvariante mit Plug-in-Hybrid – das von Ford entwickelte, stufenlose automatische Getriebe. Der Kuga Hybrid kommt wahlweise mit Front- oder Allradantrieb auf den Markt. Ford rechnet mit CO2-Emissionen in Höhe von 130 g/km sowie einem Durchschnittsverbrauch von 5,6 Liter/100 km.

Eco-Boots Turbomotoren für den Ford Kuga

Auch Diesel und Benziner bleiben beim Kuga im Angebot. Sie erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-Temp und sind an ein automatisches Start-Stopp-System gekoppelt. Die Ford Eco-Blue-Diesel treten mit vier Zylindern von 1,5 oder 2,0 Liter Hubraum und einer Leistung von 120 PS (88 kW) oder 190 PS (140 kW) an. Zu ihren Gemeinsamkeiten gehören das integrierte Ansaugsystem, der Turbolader mit reduzierter Massenträgheit und ein Hochdruck-Einspritzsystem, das schneller anspricht. Den Top-Diesel verknüpft Ford serienmäßig mit einem Allradantrieb. Der Kraftstoffverbrauch soll bei 5,7 Liter/100 km und CO2-Emissionen von150 g/km liegen.

Der Eco-Boost-Turbobenziner mit 1,5 Liter Hubraum steht in zwei Leistungsstufen zur Wahl: 120 PS (88 kW) und 150 PS (110 kW). Der Dreizylinder arbeitet mit Turboaufladung, Hochdruck-Benzindirekteinspritzung sowie variabel gesteuerten Nockenwellen (Twin-independent Variable Cam Timing), außerdem mit einer Zylinder-Steuerung, die bei Teillast einen Zylinder stilllegt. Ein serienmäßiger Otto-Partikelfilter säubert die Abgase.

Als Getriebe stehen ein Sechs-Gang-Handschalter und gegen Aufpreis eine Acht-Gang-Automatik zur Wahl. Das schnell schaltende Wandlergetriebe passt sich dem individuellen Fahrstil des Fahrers an. Erstmals an Bord ist ein Fahrmodus-Schalter, mit dem der Fahrer das Ansprechverhalten des Gaspedals, der Servolenkung und der Traktionskontrolle sowie – bei den Modellen mit Automatikgetriebe – die Schaltstrategie den eigenen Wünschen und der Fahrsituation anpassen kann. Die Modi: „Normal“, „Sport“ und „Eco“ sowie der Modus „Rutschig“ für schnee- und eisbedeckte Straßen sowie „Tiefschnee/Sand“.

Ford Kuga ist das erste SUV mit optionalem Head-up-Display

Beim Thema Konnektivität zeigt sich der Kuga als in seiner Klasse gut positioniert. Das Ford-„Pass Connect“-Modem ist an Bord, es stellt einen mobilen WLan-Hotspot für bis zu zehn Endgeräte dar. Die Geräte können dabei über die Bluetooth-Schnittstelle des Kommunikations- und Entertainmentsystems „Sync 3“ verbunden bleiben, mit dem sich Audio- und Navigationsfunktionen des Fahrzeugs per Sprachbefehl steuern lassen.

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Mit einem Bündel an optional verfügbaren Fahrer-Assistenzsystemen steht der Kuga dem Fahrer zur Seite. Unter dem Oberbegriff „Ford Co-Pilot360“ verbessern sie laut Hersteller den Komfort, reduzieren die Stressbelastung auch im dichten Straßenverkehr oder bei Parksituationen und sorgen für mehr Sicherheit. Als erstes SUV-Modell von Ford in Europa gibt es den neuen Kuga auf Wunsch auch mit einem Head-up-Display (HuD).

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