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Bayern Innovativ 2014 Trends für das Fahrzeug der Zukunft

| Redakteur: Claus-Peter Köth

Welche Faktoren prägen das Automobil der Zukunft? Die Netzwerkorganisation Bayern Innovativ ist sich sicher, dass das Thema Mobilität heute weit über die klassische automobile Wertschöpfungskette hinaus Auswirkungen haben wird.

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Die Netzwerkorganisation Bayern Innovativ ist sich sicher, dass das Thema Mobilität heute weit über die klassische automobile Wertschöpfungskette hinaus Auswirkungen haben wird. Das verdeutlichte das Symposium „Zulieferer Innovativ 2014“ vom 7. bis 8. Juli in der BMW-Welt, München.
Die Netzwerkorganisation Bayern Innovativ ist sich sicher, dass das Thema Mobilität heute weit über die klassische automobile Wertschöpfungskette hinaus Auswirkungen haben wird. Das verdeutlichte das Symposium „Zulieferer Innovativ 2014“ vom 7. bis 8. Juli in der BMW-Welt, München.
(Foto: Bayern Innovativ/Matthias Merz)

Das verdeutlichte das Symposium „Zulieferer Innovativ 2014“ mit 550 Teilnehmern und 29 Ausstellern vom 7. bis 8. Juli in der BMW-Welt, München. Die Mobilität befindet sich im Umbruch. Megatrends wie Globalisierung, Urbanisierung, Individualisierung, Konnektivität, Neo-Ökologie und die demographische Entwicklung haben massiven Einfluss auf das Mobilitätsverhalten der Menschen und auf die Produkte der Industrie. Treiber des Wandels sind vor allem kundenspezifische, technologische, politisch-rechtliche, ökologische und ökonomische Fragestellungen. Diesen Herausforderungen musste sich die Automobilindustrie bereits in der Vergangenheit immer wieder stellen. „Neu ist neben der Dynamik der Veränderungen, dass der Wandel bei Kundenerwartungen, Technologien und der Forderung nach Nachhaltigkeit zum Teil vollkommen neue Akteure auf die Bühne bringt“, resümierte Bayern Innovativ-Projektleiter Dr. Kord Pannkoke.

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Veränderung des Mobilitätsverhaltens

Individualisierte Lebensstile und die Flexibilisierung der Arbeitswelt haben großen Anteil an der Veränderung der Verkehrsnachfrage. Vor allem bei jungen Erwachsenen findet eine Veränderung des Mobilitätsverhaltens statt. „Die Zukunft ist multimodal“, sagte Dr. Karlheinz Steinmüller, Scientific Director der Berliner Z_punkt GmbH, zum Auftakt der Veranstaltung. Der Zukunftsforscher ist überzeugt, dass sich die Grenze zwischen öffentlichem und individuellem Verkehr verwischen wird.

Der Wunsch nach Mobilität ist für ihn allerdings nur eines von vielen Entscheidungskriterien für einen Fahrzeugkauf. „Viele junge Erwachsene folgen einem Lebensstil, bei dem sich fast unablässige, dichte Kommunikation mit hoher Mobilität und flexiblen Reaktionen auf Angebote verbindet. Diese ,Metromobile‘ nutzen und kombinieren anlassbezogen und pragmatisch die unterschiedlichen Verkehrsmittel und greifen dabei auf immer umfassendere Mobilitäts-Apps zurück. Das Automobil verliert in diesem Zusammenhang seine Funktion als Statussymbol und steht in Konkurrenz zu anderen Lifestyle-Produkten", ergänzte Steinmüller.

Seine Thesen wurden auf der anschließenden Podiumsdiskussion eingehend diskutiert. Moderiert von Prof. Werner Klaffke, Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH, standen Ilse Aigner, Bayerische Ministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Dr. Herbert Diess, Entwicklungsvorstand der BMW Group, Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft und Dr. Karlheinz Steinmüller, Wissenschaftlicher Direktor der Z_punkt GmbH, Rede und Antwort. „Das Automobil entwickelt sich radikal weiter: Die Antriebsstränge werden zunehmend elektrifiziert, das Fahrzeug wird integraler Bestandteil des Internets und dadurch sicherer und komfortabler“, kommentierte Diess.

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