Neue Modelle

Überblick: Das sind die Auto-Neuheiten 2019

| Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Svenja Gelowicz

Ein Highlight im nächsten Jahr: Der Mercedes EQC startet Anfang 2019.
Ein Highlight im nächsten Jahr: Der Mercedes EQC startet Anfang 2019. (Bild: Daimler)

Das Jahr 2019 bringt viele neue Autos: Neben dem Bestseller VW Golf gehen auch Ikonen wie der Porsche 911 oder Neo-Klassiker wie der Range Rover Evoque in die nächste Generation. Dazu gibt es zahlreiche komplette Neustarter – nicht zuletzt solche mit Elektromotor.

Kein neues Modell dürfte 2019 so schnell das Straßenbild prägen wie der Golf VIII. Doch auch abseits des Bestsellers gibt es spannende Premieren. Eine Vorschau über neue Kleinwagen, Fahrzeuge der Kompaktklasse, Mittelklasse aufwärts, die SUV-Palette, Elektroautos und Sportler.

Kleinwagen:

Der frische Wind in der Citycar-Klasse kommt im neuen Jahr aus Frankreich. Mit dem Renault Clio steht einer der Veteranen auf den Kleinwagenmarkt vor der Ablöse. Die Neuauflage wirkt äußerlich erwachsener und wird bei gleicher Länge etwas geräumiger, dazu gibt es teilautonome Fahrfunktionen und neue kleine Vierzylinderbenziner, die man bereits aus der neuen A-Klasse von Kooperationspartner Mercedes kennt. Die Technik des Clio wiederum kommt erstmals direkt dem Billigbruder Dacia Sandero zugute, der bislang immer die abgelegten Renault-Plattformen auftragen musste.

Der Technik-Fortschritt schlägt sich auch in einem selbstbewussteren Design des rumänisch-französischen Kleinwagens nieder, der preislich aber wohl weiterhin klar unter der 10.000-Euro-Grenze liegen dürfte. Konkurrenz erhalten die beiden Neuen aus dem PSA-Konzern, der gleich ein Trio ins Rennen schickt: den Peugeot 208, den Citroen C3 und den Opel Corsa. Wie üblich werden die drei Modelle identische Technik nutzen, sich äußerlich aber klar differenzieren. Erstmals gibt es neben kleinen Benzinern auch einen Elektromotor, allerdings wohl erst im Jahr nach der Markteinführung.

Kompaktklasse:

Wer ein klassisches Kompaktauto will, für den ist 2019 das richtige Jahr. Vor allem, weil mit dem VW Golf im Herbst das Ur-Meter des Segments in die nächste, dann achte Generation geht. Während sich das Design eher evolutionär entwickelt, geht der Bestseller unterm Blechkleid ins digitale Zeitalter über, erhält ein komplett neues, stark vernetztes Infotainment, neue Assistenten und autonome Fahrfunktionen. Beim Antrieb dominieren Dreizylinder mit Turboaufladung und Vierzylinder mit serienmäßiger Mildhybridtechnik.

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Ähnlich sieht das Erneuerungsprogramm bei den Golf-Ablegern der anderen Konzernmarken aus: Seat wird den Leon preislich und technisch etwa abspecken, Audi beim A3 die Gegenrichtung einschlagen.

Neuling im Bunde wird der Skoda Scala, ein höherwertiger Nachfolger des Budget-Modells Rapid Spaceback, der im Frühjahr startet und der erste wirkliche Golf-Konkurrent der Tschechen ist. Das größere Kompaktmodell Octavia dürfte daher in Abmessungen und Anspruch leicht gewachsen sein, wenn es im Herbst Premiere feiert.

Kompaktklasse im Konkurrenzkampf

Nicht nur innerhalb des VW-Konzerns ist die Kompakt-Konkurrenz groß, auch der Wettbewerb rüstet auf. So streicht Toyota die Bezeichnung Auris aus dem Programm und nennt die Neuauflage des Fünftürers wieder wie in seinen erfolgreichsten Zeiten Corolla. Neben dem großen Namen soll auch der markentypische Hybridantrieb in seiner neuesten Generation helfen, den Abstand auf den Marktführer aus Wolfsburg wieder zu verringern. Ähnliche Ambitionen hat bereits seit längerem Kia, die mit dem schnittigen Kombi Pro Ceed das erste kompakte Shooting-Brake-Modell unterhalb der Premiumklasse auf den Markt bringen und so ihr Portfolio rund um Fünftürer und Kombi erweitern. Im Vergleich dazu kann sich der neue Mazda 3 weniger Ehrgeiz leisten. Der Japaner interpretiert seine Außenseiterrolle ab März wieder mit besonderer Designdynamik und technischen Speziallösungen: Diesmal gibt es eine echte Technik-Premiere in Form eines Diesotto-Motors, der die Verbrauchsvorteile des Diesels mit der Sauberkeit des Benziners verbinden will.

Apropos technischer Sonderweg: Beim Einser gibt BMW diesen auf und stellt sein Kompaktmodell 2019 auf Frontantrieb um, zudem fallen die Sechszylinder aus dem Programm. Eine Chance für Alfa, die sportliche Führerschaft in der Kompaktklasse zu übernehmen: Die Italiener bringen die neue Giulietta erstmals mit Heckantrieb und erweitern das Leistungsband des Motorenangebots in Richtung 400 PS. Vergleichsweise ruhiger angehen lassen wird es der Mercedes CLA; die zur Limousine gestreckte A-Klasse nimmt vor allem junge Asiaten und Amis in den Blick, könnte hier aber als handlichere Alternative zur teureren C-Klasse reüssieren. Gleiches gilt für den parallel aufgelegten Shooting Brake.

Mittelklasse aufwärts:

Wichtigste Neuheit in der klassischen Mittelklasse ist der BMW 3er. Klassischerweise haben die Münchner an ihrem Erfolgsmodell eher wenig geändert, optisch wurden Ecken und Kanten leicht nachgeschärft, die Länge legt um eine Handbreit zu. Das Motorenangebot besteht künftig fast durchwegs aus Vierzylindern – eine Entwicklung, die sich bereits beim Vorgänger andeutete. Immerhin bleibt beim 340i der klassische Reihensechser an Bord. Darüber hinaus wird es ein neues Plug-in-Hybridmodell mit bis zu 60 Kilometern Elektro-Reichweite geben. Abgesehen davon bestehen die wichtigsten Neuerungen aus den modernen Assistenten und Infotainment-Funktionen. Unter anderem soll eine leistungsfähiger Sprachsteuerung ins Cockpit einziehen. Start für die Limousine ist im März kurze Zeit später folgt der „Touring“ genannte Kombi. Direkte Konkurrenz erhält ersterer durch den Volvo S60; die Limousinenvariante des bereits als Kombi erhältlichen Schweden setzt auf nordisch-elegantes Design, ein breites Band an Vierzylindermotoren und Assistenzsysteme am oberen Ende des Klassenstandards.

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Unterhalb der Premium-Sphäre kämpft der Toyota Camry um Kundschaft. Der Volkswagen Amerikas ersetzt hierzulande den überalterten Avensis, wird aufgrund der fehlenden Kombi-Variante aber allenfalls eine Außenseiterrolle spielen. Daran dürfte auch der markentypische Hybridantrieb als Diesel-Ersatz nicht viel ändern. Dass die Kunden hierzulande Stufenhecklimousinen hierzulande in der Regel nur von deutschen (Premium-) Herstellern akzeptieren, musste auch der Peugeot 508 einsehen, der trotz aufregenden Designs nur wenig Käufer findet. Deutlich bessern dürfte sich die Lage durch den für Sommer erwarteten Kombi „SW“, der mit seiner schnittigen Dachlinie nicht zu den praktischsten, aber zu den ansehnlichsten seiner Art zählen dürfte.

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