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Entwicklung Volkswagen tritt dem Konsortium Automotive Grade Linux bei

| Redakteur: Sven Prawitz

Das Open-Source-Projekt Automotive Grade Linux begrüßt ein neues Mitglied. Der Automobilhersteller Volkswagen ist der Plattform der Linux Foundation beigetreten.

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VW-Logo auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes in Wolfsburg.
VW-Logo auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes in Wolfsburg.
(Bild: VW)

Volkswagen ist Automotive Grade Linux (AGL) und der Linux Foundation beigetreten. AGL ist ein branchenübergreifendes Konsortium, das eine offene Plattform für das vernetzte Fahrzeug entwickelt. Die Plattform folgt dem Prinzip, dass Entwickler ein Produkt einmal entwickeln, das anschließend bei mehreren Autoherstellern zum Einsatz kommen kann. Das soll die Entwicklungskosten senken und die Time-to-Market verkürzen.

Laut AGL-Internetseite ist VW ein Mitglied der Kategorie Silber geworden. Platin-Mitglieder sind z. B. Toyota und Renesas, die Daimler-Tochter Mercedes-Benz hat ebenfalls den Silberstatus. Auch Continental, Elektrobit, Harman und Sysgo engagieren sich im Netzwerk.

„Der Open-Source-Ansatz bietet exzellente Softwarelösungen, die eine langfristige Unterstützung der Software über den Fahrzeuglebenszyklus ermöglichen“, sagt Oliver Hartkopp, der bei Volkswagen die Open-Source-Strategie leitet. „Wir freuen uns sehr, Volkswagen in der AGL-Community begrüßen zu dürfen, und wir freuen uns darauf, das technologische Know-how ihrer Entwickler und Ingenieure zu nutzen, um die AGL-Plattform weiter zu verbessern und neue Funktionen zu entwickeln“, erklärt Dan Cauchy, Executive Director von Automotive Grade Linux bei der Linux Foundation.

Über Automotive Grade Linux

Automotive Grade Linux ist ein gemeinschaftliches Open-Source-Projekt, das Autohersteller, Zulieferer und Technologieunternehmen zusammenbringt, um die Entwicklung und Verbreitung eines vollständig offenen Software-Stacks für vernetzte Fahrzeuge zu beschleunigen. Mit Linux als Grundlage entwickelt AGL eine von Grund auf offene Plattform, die als De-facto-Industriestandard dienen kann, um eine schnelle Entwicklung neuer Funktionen und Technologien zu ermöglichen. AGL will neben dem In-Vehicle-Infotainment sämtliche Software im Fahrzeug ansprechen, darunter Instrumenten-Cluster, Head-up-Displays, Telematik, fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS) und automatisiertes Fahren.

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