Automobilzulieferer

Serienproduktion von Getrieben für E-Fahrzeuge

| Autor: Jens Scheiner

Der Unternehmensbereich E-Mobilität von Schaeffler hat ein neues Getriebe für elektrische Antriebe entwickelt.
Der Unternehmensbereich E-Mobilität von Schaeffler hat ein neues Getriebe für elektrische Antriebe entwickelt. (Bild: Schaeffler)

Der Unternehmensbereich E-Mobilität von Schaeffler hat ein neues Getriebe für elektrische Antriebe entwickelt. Matthias Zink, Schaeffler-Vorstand OEM Automotive, gewährt im Exklusiv-Interview einen Einblick in die neue Sparte.

Der Unternehmensbereich E-Mobilität von Schaeffler hat ein neues Getriebe für elektrische Antriebe entwickelt, das bereits seit August 2018 in den Werken in Herzogenaurach und Bühl in Serie gefertigt wird. Wie der Automobilzulieferer mitteilte, sollen in Zukunft bis zu 250.000 Getriebeeinheiten pro Jahr produziert werden. Das Getriebe ist sowohl in achsparalleler als auch in koaxialer Form erhältlich und dient als Antrieb für den neuen Audi E-Tron.

Hierfür steht dem Stromer auf jeder Achse ein elektrisches Antriebssystem zu Verfügung: Bei der Vorderachse handelt es sich hierbei um ein achsparalleles E-Achssystem, die Hinterachse verfügt über die koaxiale Variante. Bewegt sich der Audi E-Tron im Straßenverkehr, erfolgt der Antrieb über die Hinterachse. Wird mehr Energie benötigt, beispielsweise für eine schnelle Beschleunigung, wird das achsparallele Antriebssystem der Vorderachse zugeschaltet.

Planetenradsatz mit integriertem Stirnraddifferential

Herzstück des Ganzen ist der von Schaeffler entwickelte Planetenradsatz mit einem integrierten Stirnraddifferential. Das verbaute Getriebekonzept ermöglicht trotz eines axialen Bauraumbedarfs von nur 150 Millimetern ein Eingangsmoment von 400 Nm bei einem Gewicht von lediglich 16 Kilogramm. Das Konzept der Planetenrad-Bauweise übertrug der Hersteller auch auf die achsparallele Antriebsvariante der Vorderachse.

Seit Anfang dieses Jahres fertigt der Automobilzulieferer Zwei-Gang-Getriebe für den asiatischen Markt. Die Produktion erfolgt noch in Deutschland, soll aber zum Ende des Jahres nach Asien ausgelagert werden. Wie Schaeffler mitteilte, startet im zweiten Quartal 2019 die Produktion eines Getriebes für einen renommierten deutschen Fahrzeughersteller. Dafür sollen im Werk in Herzogenaurach pro Jahr bis zu 40.000 Getriebeeinheiten entstehen.

Interview mit Matthias Zink

Matthias Zink, Vorstand Automotive OEM der Schaeffler AG, spricht im Exklusiv-Interview mit »Automobil Industrie«-Chefredakteur Claus-Peter Köth über die Entwicklung des neuen Unternehmensbereichs Elektromobilität, den Hochlauf der unterschiedlichen Elektrifizierungsvarianten, die Auswirkungen schärferer CO2-Grenzwerte und die Zukunft des Verbrennungsmotors.

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