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Pkw-Neuheiten 2019

Diese neuen Modelle kommen im Herbst

| Autor/ Redakteur: Peter Eck/SP-X / Jens Scheiner

Wie häufig wird es im letzten Jahresdrittel nochmal richtig interessant in der Autoszene. Viele Marken stellen neue Modelle vor, die noch 2019 auf den Markt kommen. Wir stellen zwölf Fahrzeuge vor, die den noch erschwinglichen Bereich zwischen Kleinwagen und Mittelklasse abdecken.

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Ein halbes Jahr nach der Limousine stellt BMW im September auch den 3er Touring in die Schauräume.
Ein halbes Jahr nach der Limousine stellt BMW im September auch den 3er Touring in die Schauräume.
(Bild: BMW)

Das Jahr ist schon wieder weit fortgeschritten und der Sommer neigt sich bereits dem Ende zu. In der Autoindustrie steht das Beste aber noch bevor, von September bis November kommen viele neue und größtenteils auch bezahlbare Modelle zu den Händlern. Hier zwölf Beispiele:

Zulassungskönig aus Wolfsburg

VW Golf: Auch wenn alle vom elektrischen VW ID.3 reden, dessen First Edition für 40.000 Euro schon ausverkauft ist, der europäische Zulassungskönig sollte nicht vergessen werden. Zwar verzichtet Volkswagen auf die Premiere der achten Generation auf der IAA Mitte September, weil dort dem ID.3 niemand die Show stehlen soll, trotzdem kommt der Golf noch dieses Jahr zu den Händlern, gerade noch rechtzeitig zum 45-jährigen Jubiläum des ersten Modells von 1974.

Wie eigentlich stets geht VW bei den optischen Änderungen äußerst behutsam vor, man hat beim Bestseller schließlich viel zu verlieren. Kenner werden jedoch die flachere Front und das im Vergleich dazu relativ hohe Heck bemerken. Im Innenraum und unter der Haube findet aber eine kleine Revolution statt. Das Cockpit wird entrümpelt, die Instrumente arbeiten digital und es gibt weniger Schalter und Knöpfe. Alle Benziner kommen mindestens als Mildhybrid, um an die Verbrauchswerte der Diesel zu kommen, und alle Diesel erhalten einen doppelten SCR-Kat, um so sauber wie die Ottomotoren zu werden. Am Platzangebot wird sich dagegen wenig ändern, warum auch, der Golf zählt seit jeher zu den geräumigsten Kompakten. Der Einstieg wird aus preisoptischen Gründen wahrscheinlich noch leicht unter 20.000 Euro bleiben.

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Audi setzt auf SUV und BMW auf Frontantrieb

Audi Q3 Sportback: Im ungarischen Györ baut Audi dieses etwa 4,50 Meter lange Variante des Q3. Der Q3 Sportback ist eine Art Q3 Coupé, mit etwas weniger Platz, aber dem dafür viel schöneren Rücken. Wenn er Ende des Jahres kommt, wird er gleich mit verschiedenen Motoren angeboten, unter anderem dem Basisdiesel mit 110 kW/150 PS oder einem 2,0-Liter-Benziner mit 169 kW/230 PS. Die Preise werden voraussichtlich bei rund 40.000 Euro starten.

Audi Citycarver: Ebenfalls die Variante eines schon existierenden Modells, nämlich des Kleinwagens A1, ist dieser hochgelegte, 4,04 Meter messende Kleinwagen, der etwas rustikaler daherkommt und auf SUV macht. Allrad gibt es für den ab rund 22.000 Euro erhältlichen Citycarver nicht, was ja eigentlich auch schon die Namensgebung klar macht, dafür aber die für solche Fahrzeuge üblichen Ingredienzien wie Unterfahrschutz, breite Seitenschweller oder schwarz beplankte Radläufe. Welche Motoren beim kleinen SUV zum Einsatz kommen, kommuniziert Audi noch nicht. Für den A1 Sportback stehen ein Dreizylinder in den Ausbaustufen mit 70 kW/95 PS und 85 kW/116 PS sowie ein 1,5-Liter-Vierzylinder mit 110 kW/150 PS und ein Zweiliter-Vierzylinder mit 147 kW/200 PS zur Wahl.

BMW 1er: Auch BMW setzt auf den Herbst und bringt unter anderem seinen 1er in dritter Generation neu auf den Markt. Fans müssen sich vom Heckantrieb und vom Sechszylinder verabschieden. Der neue 1er wird mit Frontantrieb viel normaler, bietet allerdings so auch mehr Platz – vor allem im Fond und im Kofferraum - und mehr Komfort. Zudem sind jetzt viele moderne Assistenzsysteme verfügbar oder sogar serienmäßig. Die Preise starten bei 28.200 Euro für den 118i mit 103 kW/140 PS. Zudem gibt es zum Marktstart bei den Benzinern noch den M135i xDrive zu 48.900 Euro. Drei Diesel mit 85 kW/116 PS (116d), 110 kW/150 PS (118d) sowie 140 kW/190 PS (120d) komplettieren das Motorenangebot.

BMW 3er Touring: Ein halbes Jahr nach der Limousine stellt BMW im September auch den 3er Touring in die Schauräume. Der Kombi bietet das gleiche Fahrspaßpotential, ist aber deutlich praktischer. Für die Kombination aus Fahrspaß und größerem Platzangebot muss man allerdings auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für den Kombi liegen rund 1.500 Euro über dem Limousinen-Tarif. Serienmäßig an Bord ist bei jedem 3er die elektrisch betriebene Heckklappe. Das Kofferraumvolumen beträgt 500 Liter, das maximale Ladevolumen 1.510 Liter. Bei den Motoren gibt es bekannte Antriebe wie den 318d, der mit 110 kW/150 PS und 39.400 Euro den Einstieg markiert. Darüber rangiert der 320d mit 140 kW/190 PS (ab 42.000 Euro). Bei den Ottomotoren geht es mit 135 kW/184 PS im 320i (41.500 Euro) los, wer gerne Sechszylinder fahren will, wird beim 330d xDrive (ab 53.250 Euro) fündig. Für kommendes Jahr steht auch eine Plug-in-Version auf dem Programm.

Kias Crossover und Daimlers Raumwunder

Kia Xceed: Kia macht sein kompaktes Ceed-Quartett komplett. Nach Fünftürer, Kombi, Kombi-Coupe (Shooting Break) kommt jetzt der XCeed. Er setzt auf die neue Gattung der „Crossover“. Eine Mixtur zwischen normaler Schrägheck-Limousine mit sportlichen Coupé-Ambitionen und einem klassischen, höher gebauten SUV. Der Neue ist 4,2 Zentimeter höher gesetzt als die Limousine und rundum mit allerlei SUV-Attributen versehen. Im Falle des XCeed sind das zum Beispiel eine dunkle Kunststoff-Beplankung um die Radhäuser, ein ebenso verzierter Türschweller und als i-Tüpfelchen noch ein Element nach der Art eines Unterfahrschutzes am Heck.

Mercedes GLB: Mit dem GLB stellt Mercedes seinem Kompakt-SUV GLA ein geräumiges Schwestermodell zur Seite. Gegenüber dem auf gleicher Technikplattform stehenden GLA ist der GLB mit 4,63 Metern gut 20 Zentimeter länger, wovon ein Teil auch auf das Konto des gestreckten Radstands geht. Insgesamt ist das Kompakt-SUV nun fast so lang wie das Mittelklassemodell GLC, bietet anders als dieser aber eine dritte Sitzreihe, so dass bis zu sieben Insassen Platz haben. Auch verschiebbares Gestühl in Reihe zwei mit verstell- sowie umlegbare Lehnen sollen den Willen zu erhöhtem Alltagsnutzen zeigen. Antriebsseitig wird es die gängigen Motoren der Mercedes-Kompaktklasse geben, also Benziner und Diesel im Leistungsspektrum zwischen 163 – und 208 PS.

Kampf im Kleinwagensegment

Opel Corsa: Auf der kompakten PSA-Plattform wird der neue Corsa aufgebaut. Dadurch wird der Kleinwagen rund 100 Kilo leichter und wiegt in der Basisversion sogar unter einer Tonne. Das 4,06 lang Fahrzeug kommt mit einem besonders hochwertigen Innenraum und auf Wunsch mit einem 10-Zoll-Display, Matrix-LED-Scheinwerfern und Achtgang-Automatik. Zu den Motoren: siehe Peugeot 208. Die Preise für den Corsa starten bei 13.990 Euro.

Peugeot 208: Der Franzose ist das Schwestermodell des Opel, dem später noch ein neuer Citroen C3 folgen wird. Länge, Laderaum und Antriebe sind identisch. Es stehen drei 1,2-Liter-Benziner mit 55 kW/75 PS, 73 kW/100 PS und 96 kW/130 PS zur Verfügung, zudem ein Diesel mit 73 kW/100 PS Leistung. Wie der Corsa wirkt die zweite Generation des 208 deutlich sportlicher und im Innenraum wertiger als der Vorgänger. Größter Unterschied zum Opel: Das tief stehende Lenkrad, über das man auf die Instrumente schaut.

Renault Clio: Den bereits harten Wettbewerb im Kleinwagensegment verschärft Renault ab Herbst mit dem neuen Clio. Der Franzose ist mit 12.990 Euro Grundpreis einen Tausender billiger als der Corsa, allerdings gibt es dafür auch nur einen 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 48 kW/65 PS. Der gleiche Motor ist auch mit 54 kW/73 PS oder 74 kW/100 PS zu haben. Sportlichste Variante ist der 1,3-Liter-Vierzylinder-Turbo mit 96 kW/130 PS. Anders als PSA verzichtet Renault auf einen Diesel. Ab 2020 soll es dafür eine Hybridversion geben. Ähnlich wie 208 und Corsa wirkt auch die neue, ausschließlich als Fünftürer angebotene Clio-Generation viel erwachsener, auch wenn er sich optisch nur leicht vom Vorgänger unterscheidet.

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Allradantrieb für den Mazda und Erdgas für den Kamiq

Mazda CX-30: Zwischen CX-3 und CX-5 hätte eigentlich ein CX-4 gepasst, aber leider gibt es ein solches Mazda-Modell schon in China. Daher entschieden sich die Japaner für den etwas aus der Reihe fallenden Namen CX-30. Der Crossover kommt Ende September auf den Markt, bietet ein Kofferraumvolumen von 430 Litern und ist ab 24.290 Euro zu haben, ein glatter Tausender mehr als für einen gleich motorisierten Mazda3 auszugeben wäre. Der als Front- oder Allradantrieb zu kaufende 2,0-Liter-Benziner leistet 90 kW/122 PS, auch ein Diesel mit 85 kW/116 PS ist zu haben. Später folgt noch eine Version mit dem 2,0-Liter-Skyactiv-X-Motor, der - obschon Benziner - mit Kompressionszündung arbeitet. Er leistet bereits im Mazda3 132 kW/180 PS und wird im CX-30 ab Ende des Jahres zu haben sein. Preis des Fahrzeugs mit diesem Motor: wahrscheinlich rund 28.000 Euro.

Skoda Kamiq: Das kleinste SUV im tschechischen Portfolio und Schwestermodell von VW T-Cross und Seat Arona wird zum Marktstart mit zwei Turbo-Dreizylinder mit 70 kW/95 PS ab 17.950 Euro oder 85 kW/115 PS (ab 19.150 Euro) sowie einem 1,6-Liter-Diesel (ab 22.100 Euro) mit ebenfalls 115 PS angeboten. Und statt elektromotorischer Unterstützung soll beim Kamiq eine Erdgas-Variante für CO2- wie NOx-Reduktion sorgen. Die Kraftübertragung erfolgt beim Basisaggregat über eine Fünfgang-Schaltung, die anderen Triebwerke können alternativ zu einem Sechsgang-Schaltgetriebe mit einem Siebengang-DSG (Aufpreis: 1.800 Euro) geordert werden. In den höheren Ausstattungslinien verfügt der 4,24 Meter lange Kamiq unter anderem über ein schlüsselloses Zugangssystem, Lederlenkrad, Parksensoren, 17-Zoll-Alus und Infotainmentsysteme und Smartphone-Integrationssysteme.

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