Auszeichnung

Automotive Innovations Awards 2018: VW bleibt vorne

| Autor: Claus-Peter Köth

Preisverleihung der Automotive Innovations Awards 2018 in Frankfurt/Main – eine Veranstaltung des Center of Automotive Management (CAM) und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.
Preisverleihung der Automotive Innovations Awards 2018 in Frankfurt/Main – eine Veranstaltung des Center of Automotive Management (CAM) und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. (Bild: PwC)

Bei den Automotive Innovations Awards verteidigt VW seinen Platz als beste Volumenmarke, BMW wird als innovativste Premiummarke gekürt, der Audi A8 als das innovativste Modell. Bosch, Continental, Faurecia und Aptiv sind die erfolgreichsten Zulieferer.

Volkswagen bleibt der weltweit innovativste Automobilkonzern, BMW schiebt sich auf Rang zwei vor und Daimler belegt den dritten Platz: Das ist das Ergebnis der diesjährigen Automotive Innovations Awards, einer gemeinsamen Veranstaltung des Center of Automotive Management (CAM) und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Konzernweit kamen die Wolfsburger auf 232 Einzelinnovationen, wovon 45 als „weltneu“ klassifiziert wurden. Dazu gehörte der Plug-in-Hybrid im Porsche Panamera ebenso wie der Nothalteassistent des VW Arteon oder die aktive Ausstiegswarnung bei Audi.

„Trotz der vielen öffentlich diskutierten Herausforderungen herrscht in der deutschen Automobilbranche auch weiterhin eine vorbildliche Innovationskultur. Das ist nicht nur positiv fürs Image – sondern insbesondere im Premiumbereich eine wichtige Voraussetzung, um die weltweite Spitzenposition erfolgreich zu verteidigen“, sagte Felix Kuhnert, Global Automotive Leader bei PwC, im Rahmen der Awardverleihung.

Er verwies auf die chinesischen OEMs, die der westlichen Konkurrenz nicht mehr nur nacheifern, sondern sie mit eigenen Neuerungen offen herausfordern: „Gerade in den großen Schwellenländern, aus denen in den nächsten Jahren das globale Wachstum kommen wird, legen die Autokäufer immensen Wert auf zeitgemäße Modelle. Die deutschen Autokonzerne tun darum gut daran, ihr Innovationstempo beizubehalten.“

VW, BMW und Daimler eigentlich fast gleichauf

Auf den ersten Blick ist die Differenz zwischen Volkswagen (196 Innovationspunkte), BMW (115 Punkte) und Daimler (110 Punkte) eklatant. Tatsächlich relativiert sich der Abstand aber dadurch, dass der VW-Konzern „durch seine vielen Marken und ein geschicktes Innovationsmanagement mehr Neuerungen auf den Markt bringt als die beiden anderen großen deutschen Automobilkonzerne“, erläuterte CAM-Direktor Prof. Dr. Stefan Bratzel.

Demzufolge ergibt sich auf Markenebene eine andere Reihenfolge: In der Kategorie „Premiummarken“ ließen BMW und Daimler die VW-Tochter Audi in diesem Jahr sogar hinter sich. Dabei überzeugten die Münchner unter anderem mit ihrem automatischen Batterieladeservice im 530e iPerformance und mit ihrem neuen „On-Street-Parking“-Service.

Audi heimste die Auszeichnungen für die innovativste Premiummarke in der Kategorie „Autonomes Fahren und Sicherheit“ sowie für das „innovativste Modell“ ein – nämlich für den A8, der es dank zahlreicher Weltneuheiten alleine auf 50 Punkte brachte. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnungen“, sagte Audi-Entwicklungsvorstand Peter Mertens bei der Preisverleihung in Frankfurt/Main. „Sie beweisen, dass wir uns mit dem neuen A8 technologisch an die Spitze des Wettbewerbs gesetzt haben und auch auf dem wichtigen Zukunftsfeld des automatisierten Fahrens bedeutende Arbeit leisten.“

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Daimler erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Mobilitätsdienstleistungen, vor allem aufgrund starker Mobility Services wie Car2Go, MyTaxi oder Moovel. Zu den positiven Überraschungen der Innovationstätigkeit gehörten Honda und Ford, die sich bei den Volumenmarken hinter VW die weiteren Podestplätze sicherten. „Eine kleine Enttäuschung war dagegen Tesla“, meinte Bratzel – schließlich hatte der Elektroauto-Pionier im vergangenen Jahr noch mit Gesamtrang drei überrascht; diesmal reichte es hingegen lediglich zu Platz fünf. Trostpflaster: In der Kategorie „Innovationsstärkste alternative Antriebe“ belegte Tesla Platz eins unter den Premiummarken. Zu den weiteren Einzelsiegern gehörten Chevrolet („Fahrzeugkonzepte/Volumenmarke“) und Nissan („Vernetzung/Volumenmarken“). Insgesamt flossen 1.296 Innovationen der Automobilhersteller mit rund 60 Marken in die Bewertung ein.

Innovationen der Zulieferer

Bei den Automobilzulieferern wurden insgesamt vier Awards vergeben. Im Bereich „Chassis, Karosserie und Exterieur“ überzeugte Continental mit seinem „ContiSense Reifenkonzept“. Der Clou hierbei: Durch Sensoren in einem leitfähigen Gummigemisch können die Reifen schneller als bislang Daten zu Temperatur, Profiltiefe und möglichen Schäden melden.

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Die Kategorie „Antrieb“ gewann Faurecia für seine Euro-6-Nachrüstung „BlueFit“. In der Kategorie „Automatisiertes Fahren und Fahrerassistenzsysteme“ setzte sich Bosch mit seiner „Radar Road Signature“ durch. Hierbei handelt es sich um eine neuartige Alternative zur video-basierten Fahrzeuglokalisierung.

Der vierte und letzte Zulieferer-Award ging schließlich an Aptiv (ehemals Delphi) – nämlich im Bereich „Interieur und Interface“. Ausgezeichnet wurde die „Aptiv Connected Services Plattform“ für ihre laut Jury „intelligente Selektion relevanter Fahrzeug- und Umgebungsdaten“.

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