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Elektromobilität

Förderung für Elektrofahrzeuge: Modellübersicht

| Autor/ Redakteur: SP-X/Hanne Lübbehüsen / Thomas Günnel

Eine satte Prämie soll Neuwagenkäufer anspornen, sich ein Elektroauto anzuschaffen. Viele Hersteller zahlen die notwendige Prämie, die der Staat verlangt. Ein Modellüberblick.

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Eine satte Prämie soll Neuwagenkäufer anspornen, sich ein Elektroauto anzuschaffen. Ein Modellüberblick.
Eine satte Prämie soll Neuwagenkäufer anspornen, sich ein Elektroauto anzuschaffen. Ein Modellüberblick.
(Foto: BMW)

Neuwagenkäufer freut es: Für E-Autos gibt es einen Zuschuss von 4.000 Euro, für Plug-in-Hybride 3.000 Euro – wenn der Listenpreis 60.000 Euro netto, also 71.400 Euro brutto nicht übersteigt. Einen Vorbehalt gibt es aber noch: Der Staat zahlt die ein Hälfte der Prämie nur, wenn der Autohersteller die andere Hälfte übernimmt. Das haben bereits die deutschen Hersteller zugesagt, die E-Autos im Programm haben, also VW, Audi, Mercedes, BMW, Ford. Auch die Importeure Citroen, Hyundai, Kia, Mitsubishi, Nissan, Peugeot, Renault, Toyota und Volvo sind mit ihren Modellen dabei. Bei rund zwei Dutzend Pkw können Käufer so dank E-Auto-Prämie sparen.

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Der Kleinwagen Renault Zoe ist der aktuelle E-Auto-Bestseller in Europa. Hierzulande steht der Franzose für mindestens 21.500 Euro in der Preisliste, hinzu kommt eine monatliche Batteriemiete von mindestens 49 Euro. Renault hat angekündigt, zusätzlich zum Herstelleranteil weitere 1.000 Euro vom Preis nachzulassen, der Kunde zahlt also insgesamt 5.000 Euro weniger. Der Elektromotor leistet maximal 65 kW/88 PS. Damit kommt der Renault Zoe in 13,5 Sekunden bis auf Tempo 100, maximal bei 135 km/h. Als Reichweite gibt Renault 210 Kilometer an. Je nach Methode dauert das Aufladen der Akkus zwischen 30 Minuten und neun Stunden.

Die baugleichen Elektro-Kleinstwagen Citroen C-Zero, Mitsubishi Electric Vehicle und Peugeot Ion stellen eine Leistung von 49 kW/67 PS bereit, damit beschleunigen sie von null auf 100 km/h in 15,9 Sekunden und erreichen eine Maximalgeschwindigkeit von 130 km/h. Rund 150 Kilometer reicht der Akku, die Ladezeit liegt zwischen 30 Minuten (80 Prozent) und neun Stunden. Die Preise für den C-Zero und den Ion starten bei 19.390 Euro. Das dritte Modell im Trio, das Mitsubishi Electric Vehicle, kostet ab 23.790 Euro.

Der kompakte Nissan Leaf profitiert nach der Ankündigung der staatlichen E-Auto-Prämie ebenfalls von einer Aktion: Der japanische Hersteller hat angekündigt, nicht nur den geforderten Industrieanteil von 50 Prozent zu zahlen, sondern mit dem Preis seiner E-Autos um weitere 1.000 Euro runterzugehen. Der regulär ab 23.365 Euro erhältliche Kompaktwagen wird somit 5.000 Euro günstiger. Hinzu kommt die Batteriemiete von 79 Euro pro Monat. Den 80 kW/109 PS starken Stromer gibt es in zwei Varianten: mit einer 24 kWh oder 30 kWh großen Batterie. Mit dem stärkeren Akku steigt die Reichweite des Kompakten auf 250 Kilometer.

Der Smart Fortwo Electric Drive befindet sich gerade im Wechsel der Modellgenerationen. Die alte mindestens 23.680 Euro (inkl. Akku) teure Generation mit 55 kW/75 PS starkem Elektromotor wird nicht mehr produziert, bei einigen Händler sind aber noch vorkonfigurierte Neufahrzeuge erhältlich. Das auf der aktuellen Generation Smart basierende neue E-Auto kommt Ende des Jahres auf den Markt. Neben dem zweisitzigen Smart Fortwo und seinem Cabrio-Ableger wird erstmals den viersitzige Smart Forfour mit E-Motor geben. Der 65 kW/88 PS starke Antrieb stammt vom Zoe des Kooperationspartners Renault.

Die Elektro-Version des Kleinstwagens Volkswagen Up kommt inklusive Batterie und kostet 26.900 Euro. Den Antrieb übernimmt ein in der Spitze 60 kW/82 PS starker Elektromotor. Der E-Up spurtet in 12,4 Sekunden von null auf hundert, maximal sind 130 km/h möglich. Die Reichweite pro Akkuladung beträgt laut VW 160 Kilometer, an einer Schnellladestation lädt er in 30 Minuten auf 80 Prozent, an der Steckdose braucht er mehrere Stunden.

Der Kia Soul EV ist zwischen Kleinwagen und SUV angesiedelt und kostet 30.790 Euro. Das 81 kW/110 PS starke E-Mobil hat eine theoretische Reichweite von 212 Kilometern. Geladen wird der Akku des Soul EV je nach Lademöglichkeit zwischen 25 (80 Prozent) und fünf Stunden.

Auch das seit Jahrzehnten beliebteste Auto der Deutschen gibt es auch mit Elektroantrieb: Der VW e-Golf kostet 34.900 Euro. Der 85 kW/115 PS starker E-Motor beschleunigt den kompakten Fünftürer in 10,4 Sekunden von null auf 100 km/h, maximal auf 140 km/h und bis zu 190 Kilometer weit.

Der Ford Focus Electric ist ebenfalls ab 34.900 Euro bestellbar. Den Antrieb übernimmt ein 107 kW/145 PS starker E-Motor. Die Reichweite pro Batterieladung gibt der Hersteller mit 162 Kilometern an. Vollständig aufgeladen wird der Elektro-Focus zwischen drei und elf Stunden.

Der Kleinwagen BMW i3 kostet mindestens 34.950 Euro. Mit seinen 125 kW/170 PS stürmt der i3 in sportlichen 7,2 Sekunden von null auf hundert, bei 150 km/h haben die Ingenieure ihn abgeregelt. Seine Karosserie, die komplett aus Karbon besteht, macht ihn besonders leicht, kurze Überhänge und die Batterie im Unterboden machen ihn besonders wendig. Die Reichweite beziffert BMW auf 160 Kilometer. Wem das zu wenig ist, kauft den optionalen Range-Extender (4.500 Euro). Außerdem soll es ab dem Sommer eine Variante des i3 mit größerem Akku und somit höherer Reichweite geben.

Auch die Mercedes B-Klasse ist als Elektrofahrzeug erhältlich, zum Preis von mindestens 39.150 Euro. Der B 250e wird von einem 132 kW/180 PS starken E-Motor angetrieben, der ihn bis auf 160 km/h beschleunigt. Die Akkus reichen für rund 200 Kilometer. Ein Ladevorgang dauert je nach Stromquelle drei bis zehn Stunden.

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